Freitag, 11. Februar 2011

[Rezension] Pech und Schwefel


Pech und Schwefel – Annette Eickert

Taschenbuch, NOEL-Verlag

249 Seiten

16,90

Die Achtjährigen Zwillinge Ronor und Nomarac, Kinder einer angesehenen Familie in der Stadt Mayonta, verlieren bei einem im Aufstand gelegten Brand ihr Elternhaus und auch ihre Eltern. Weil ihnen keiner glaubt, dass sie überlebt haben, und wirklich die Kinder des Hohepriesters sind, müssen sie sich verstecken. Eine kleine Diebesbande nimmt sich ihrer an, doch schon beim Aufnahmetest werden sie von den Stadtwachen festgenommen. Durch eine glückliche Fügung können sie heimlich freigelassen werden, aber nur, um vom städtischen Bordellbesitzer für die nächsten Jahre unter Vertrag genommen zu werden. Dafür versteckt er sie in seinem Haus.

Ohne Eltern und und ohne Heimat bleiben sie notgedrungen im Bordell, und finden in der Prostituierten Liehshy eine gute Freundin.

Nach einem schrecklichen Vorfall einige Jahre später beschließen die Zwillinge jedoch zu fliehen, doch nach Monaten ohne Hoffnung kann ihnen nur noch ein Wunder helfen.


„Pech und Schwefel“ ist ein schöner deutscher Fantasyroman. Als Vorgeschichte zu ihren beiden Ysanter-Büchern ist „Pech und Schwefel“ auch als Einsteigerroman zu Eickerts Werken zu lesen, und ist für sich schon eine schöne eigene Geschichte.

Die Handlung schreitet zügig voran, langweilt an keiner Stelle, und zwischendurch war es so spannend, dass sich das Buch einfach nicht zur Seite legen ließ.

Die Schreibweise ist angenehm, teilweise sind einige Schwächen in den Formulierungen zu erkennen, und es macht sich bemerkbar, dass kein professionelles Lektorat drüber geschaut hat, weil einige kleine Rechtschreibfehler zu bemerken waren. Diese haben aber keinesfalls grob gestört, und waren teilweise einfach zu überlesen.

Die Geschichte war gut überlegt, und hatte einen runden Handlungsbogen. Für mich ist umso interessanter, wie die Ysanter-Reihe nun weitergeht, bzw wie Ronor und Nomarac als Erwachsene handeln und beschrieben werden.

Sehr schön war die Welt, die Eickert sich ausgedacht hat. Fantasywelten sind nicht einfach, aber das Volk der Raukarii schien sehr präzise ausgearbeitet zu sein, Geschichte und Entwicklung eingeschlossen. Die Legenden und Herrscherfiguren des Volkes zeugen vom großen Einfallsreichtum der Autorin.

Ich möchte an dieser Stelle anmerken, dass ich die Autorin zwar kenne, mich das aber in der Beurteilung des Buches nicht beeinflusst hat. Annette Eickert ist eine Frau voller Fantasie, deren Bücher auf jeden Fall lesenswert sind!

„Pech und Schwefel“ war für mich eine überraschend unterhaltende Lektüre, die ich Fantasyfans nur ans Herz legen kann!

1 Kommentar:

  1. Ich danke dir für deine Rezension zu meinem Buch :-)
    Die Fehlerchen werden hoffentlich bei einer Neuauflage korriegiert, denn absichtlich stehen sie nicht drin.
    Es freut mich, dass ich noch eine weitere Leserin von meiner Geschichte in den Bann ziehen konnte.

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